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Ökumenische Neujahrsvesper in Heisingen

 

 

Suche den Frieden und jage ihm nach

 

 

Die Formulierung der Jahreslosung aus Psalm 34 Vers 15 erläuterte Pfarrerin Cordula Altenbernd in ihrer Predigt bei der ökumenischen Vesper zum Neuen Jahr am 13.Januar 19 in St. Georg:

 

 

Suchen bedeutet zunächst ein aktives „Finden-wollen“. Es gibt keine Alternative für etwas, was man sucht. Es ist dem Suchenden wichtig. Und Frieden sei eines unserer wichtigsten Güter, aber immer müssen wir ihn suchen? In Deutschland haben wir Frieden seit Jahrzehnten, aber anderswo auf der Welt herrscht Krieg. In blutigen Auseinandersetzungen oder auch durch Sanktionen und wirtschaftliche Maßnahmen, etwa in der Ausbeutung der Ressourcen, wird Krieg in unterschiedlicher Weise geführt. Und so fliehen Menschen aus ihrer Heimat, weil ihnen die Existenzgrundlage fehlt. Sie suchen bei uns das, was sie brauchen: Ein sicheres Leben, Frieden. Zum Frieden gehört Gerechtigkeit, ein gutes Zusammenleben. Und durch kleine Änderungen z.B. im Einkaufsverhalten kann jeder Einzelne dazu beitragen, dass die Existenz für viele Menschen in ihren Heimatländern gesichert werden könnte.

 

Aber nicht nur vom Suchen spricht der Psalm sondern vom Nachjagen. Jagd ist nun ein ambivalenter Begriff. Aber es geht nicht um Jagd auf Tiere, Menschen oder nach Macht. Das Jagen im Bibeltext ist eine Steigerung von Suchen. Hier ist noch stärker jeder Einzelne angesprochen. Das tägliche Miteinander. Im Vater Unser bitten wir um Vergebung unserer Schuld. Bei den täglichen kleinen und großen Fehlern, die wir im Umgang mit unseren Mitmenschen und Mitgeschöpfen machen, sind wir auf Vergebung angewiesen. Denn trotz der konkreten Anweisungen, die Psalm 34 gibt um den Frieden zu bewahren, hat sich in 3000 Jahren am Verhalten der Menschen nichts wesentlich geändert. Gott sieht das und er sieht, dass wir nicht alles schaffe können. Aber er will, dass wir es immer wieder neu versuchen. Meinen Frieden gebe ich Euch, sagt Jesus; Gehet hin in Frieden heißt es am Ende des Gottesdienstes und das gesprochene“ Friede sei mit Dir“ mit dem Augenblick und der berührenden Geste ist berührend.

 

Sie schließt die Predigt mit dem Wunsch: lasst Euch von Gott Frieden für Eure Seele schenken.

 

Mit gesegnetem Wasser wird ein Kreuz in die geöffnete Hand der Gemeindemitglieder gezeichnet und mit dem Zuspruch „Du bist Gottes geliebtes Kind“ gehen sie oft lächelnd und die Hand beinahe vorsichtig offen haltend in die Bänke zurück.

 

 

 

Nach dem Gottesdienst, die musikalisch wieder wunderbar gestaltet wurde durch Dirk Homberg und die Band Godbeat, folgen viele der Einladung der ins Pfarrzentrum zur Begegnung bei einem Glas Sekt. In ihrer Ansprache erinnert die stellvertretende Gemeinderatsvorsitzende Monika Schrübbers an den ersten ökumenischen Neujahrsempfang am 13. 01.1999 in der Paulusgemeinde. Seit dem habe sich an der freundschaftlichen Verbundenheit der beiden Heisinger Gemeinden nichts geändert, sie ist eher immer intensiver geworden.

 

Rita Beckmann konnte  als Fürsprecherin der Kollekte für das Box-Projekt des VKJ-Verein für Kinder-und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten in Essen, erfreuliche 265€ überweisen.

 

 

 

fw

 

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