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Gemeinde- und Familienwallfahrt Herz Jesu zum Essener Dom - Neue Wege gehen...!

...so lautete der Leitgedanke unserer diesjährigen Gemeindewallfahrt am 30. Juni 2019.

 

Neue Wege gehen, in der Kirche, im Glauben - und dabei der eigenen geistlichen Berufung nachspüren. Christen unterwegs: Gesalbt! Hoffnungsvoll! Freudig! Zur Freiheit befreit!

 

Mit diesen Stichworten waren die vier inhaltlichen Stationen des Wegs überschrieben.

 

Neue Wege gehen – das bezog sich auch auf die Strecke und das Ziel.

 

Bisher ging es für uns nach Bochum-Stiepel oder nach Neviges.

 

Gespannt folgten wir daher diesmal den Spuren der neu geschaffenen Pilgerwege des Bistums zum Essener Dom.

 

Da die Herz Jesu Kirche in Burgaltendorf nicht direkt auf einem Pilgerweg liegt, galt es zunächst, zwei ansprechende Anschlussstrecken auszuarbeiten: eine für die Fußpilger, eine für die Radfahrer. Das gibt es: Ruhige, grüne (Fuß-)Wege und gut ausgebaute Radwege abseits der Hauptverkehrsstraßen bis hinein ins Stadtzentrum.

 

Mit dem freundlichen Personal der Finca BarCelona ließ sich vorab die Einkehrmöglichkeit zur Halbzeitpause für die Fußgänger abklären. Auf die Minute genau klappte anschließend das Treffen der beiden Pilgergruppen am großen Spielplatz im Siepental zur gemeinsamen dritten Statio.

Die A 52, der Ostfriedhof und die A 40 wurden überquert und dann trafen wir schließlich auf das erste Pilgerzeichen – weiß auf magenta. Die Fußgänger an der Steeler Straße, die Radfahrer an der Steinstraße. Zeit für ein Selfie.

 

Bald darauf lag er auch schon vor uns, nach knapp 12 km: Der Dom. Im Kreuzgang konnten wir die vierte Statio halten – was für eine kühle und stille Oase an diesem heißen Sommertag mit Temperaturen von weit über 30°C! Auch die Auto- und Busfahrer, die inzwischen dazugekommen waren, genossen den Ort.

 

Für die folgende Pause war es, ebenfalls vorab, möglich, den Altfridsaal zu „buchen“. Da er bis kurz vor unserer Ankunft noch von den Domsingknaben genutzt wurde, klappte es mit dem Umbau der Tische und Stühle zu einem einladenden Café so schnell nicht, aber egal, passte auch so. Jede/r fand ein Plätzchen zum Verweilen. Eine Kaffeeecke war freundlicherweise vorbereitet, Kuchen wurde mitgebracht, und draußen zum Burgplatz hin wurden wir „natürlich“ von unseren Grillprofis mit Würstchen versorgt.

 

Vermutlich wegen des Weinfestes auf dem Burgplatz hatte sich – Überraschung – sogar noch ein Bierstand neben den Dom verirrt. Die gastronomische Infrastruktur bei dieser innerstädtischen Wallfahrt war schon enorm. J

 

Es folgten die Möglichkeit zum Offenen Singen im Kreuzgang oder zu einer Domführung, die ebenfalls vorbestellt werden konnte. Schön auch, einfach nur die Stille des Doms, der Krypta, der Anbetungskirche,… oder die Goldene Madonna (vielleicht im Gebet) auf sich wirken zu lassen.

Wie üblich endete die Wallfahrt mit einer frohen, abschließenden Eucharistiefeier, liturgisch gestaltet aus den eigenen Reihen. Dies in der Anbetungskirche, da sie für unsere Gruppengröße einen ansprechenderen Rahmen bot als der Dom selbst.

 

Einen herzlichen Dank allen, die zum Gelingen dieses schönen Wallfahrtstages beigetragen haben. Auch den freundlichen Menschen vom Bistumsprojekt „Pilgerwege“, vom Dombüro, dem Hausmeister, der Domschatzkammer, dem Sakristan,… die wir offenbar als Gemeindewallfahrts-Pilgerpioniere erstmalig in dieser Form „heimgesucht“ haben. Vermutlich gab es die eine oder andere Unsicherheit hinsichtlich der Logistik – wie das halt so ist „beim ersten Mal“.

 

 

Insgesamt war dieser Neue Weg jedenfalls ein rundum gelungener!