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ACAT-Gottesdienst: Kinder der Todestrafe

 

Gottesdienst mit der ACAT am 13. Oktober 2019, 10:00 Uhr, St. Barbara - Byfang

 

Armut, Diskriminierung, ein ständiges Auf und Ab zwischen Hoffnung und Verzweiflung – auch noch 30 Jahre nach der Geburtsstunde der UN-Kinderrechtskonvention werden Kinder von zum Tode Verurteilten für etwas bestraft, mit dem sie nicht das Geringste zu tun haben.

 

Yasin ist acht Jahre alt. Sein Vater sitzt im indonesischen Todestrakt. „Mein Vater ist sehr nett,“ sagt Yasin. „Er ist schon sehr lange im Gefängnis. Wann kann er denn nach Hause zurückkehren? Sonst stirbt er noch im Gefängnis.“ Noch weiß Yasin nicht, dass sein Vater zum Tode verurteilt wurde. Doch allzu bald wird seine Mutter es ihm erklären müssen…


Niemand weiß, wie viele Kinder wie Yasin es weltweit gibt. Kinder, deren Vater, Mutter oder sogar beide Eltern in der Todeszelle sitzen oder bereits hingerichtet wurden. Wer in den Statistiken unsichtbar ist, bekommt selten Unterstützung. Trotzdem haben alle diese Kinder eindeutig ein Recht darauf, dass ihnen geholfen wird. 

 

„Das Kindeswohl ist vorrangig zu berücksichtigen“, so lautet der Leitsatz der UN-Kinderrechtskonvention von 1989, ratifiziert von allen Nationen mit Ausnahme der Vereinigten Staaten. Was Kinder von zum Tod Verurteilten betrifft, hinkt die Realität den Vorgaben der Konvention besonders weit hinterher. Die Folgen sind tragisch, psychologische und emotionale Traumata vorprogrammiert.

 

Die Todesstrafe ist ohne Ausnahme eine unmenschliche Strafe, sowohl für die Verurteilten selbst als auch für ihre Angehörigen. Sie bringt Vergeltung statt Gerechtigkeit. Neue Missstände und Rechtsverstöße sind die Folge. Die einzig richtige Lösung ist daher die weltweite und vollständige Abschaffung der Todesstrafe, wie sie auch Papst Franziskus fordert.

 

Am Sonntag, 13. Oktober 2019, findet um 10:00 Uhr in St. Barbara – Byfang ein Gottesdienst statt, der sich für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzt und sowohl die Verurteilten selbst als auch ihre Angehörigen in den Fokus rückt. Der Gottesdienst wird mitgestaltet von der ACAT, der Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter. Nähere Informationen zu dieser internationalen christlichen Menschenrechtsorganisation finden sie unter  www.acat-deutschland.de.

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