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Kirchenglocken suchen neue Aufgabe

Die Pfarrei St. Josef Ruhrhalbinsel bietet das Geläut der ehemaligen Kirche St. Josef

in Kupferdreh zum Verkauf an

Gut 50 Jahre lang haben die sechs Bronzeglocken der Kirche St. Josef in Kupferdreh geläutet. Dann musste die Kirche aufgegeben werden und es stellte sich die Frage, was aus den Glocken werden soll.


Lange wurde überlegt und geprüft, ob das Geläut nicht auf der Ruhrhalbinsel bleiben und in einer anderen Kirche der Pfarrei St. Josef zum Einsatz kommen könne. Ein Glockensachverständiger wurde zu Rate gezogen, ein Gutachten in Auftrag gegeben, Architekten, Statiker und Klangspezialisten waren involviert. Nun ist der Kirchenvorstand zu der Einsicht gelangt, dass eine Weiterverwendung des Geläuts innerhalb der eigenen Pfarrei weder technisch geboten, noch finanziell verantwortbar wäre. Deshalb werden die Glocken nun zum Verkauf angeboten.


„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt Pfarrer Gereon Alter, „denn mit dem Klang der Glocken verbinden sich natürlich viele schöne Erinnerungen.“ Darüber, dass das Loslassen der Glocken vor allem der Kupferdreher Bevölkerung nicht leicht fallen wird, machen sich die Verantwortlichen der Pfarrei keine Illusionen. Gleichzeitig zeigt man sich zuversichtlich: „Vielleicht gelingt uns ja, was uns schon mit der Orgel gelungen ist, und wir finden auch für die Glocken eine neue Heimat außerhalb unserer Pfarrei.“ Die Orgel der Josefskirche tut nun schon schon seit einigen Jahren ihren Dienst im bayerischen Amberg und so mancher Kupferdreher hat sie dort schon gehört.

 

Wenngleich sich bereits erste Kirchengemeinden für das Geläut interessieren, ist die Pfarrei St. Josef Ruhrhalbinsel auch für Anregungen aus der Bevölkerung dankbar. Sachdienliche Hinweise werden vom Verwaltungsleiter, Herrn Detlev Marciniak, unter der Telefonnumer
0201 / 45 04 85 44 entgegen genommen.